Im vergangenen Jahr konnte sich ein kleines Team wieder persönlich von den Entwicklungen einen Eindruck verschaffen, Kontakte pflegen und Institutionen besuchen.
Im Oktober 2025 machten sich Lehrkräfte des Förderzentrums Sehen zusammen mit Vertreterinnen und Vertretern der Ev-Freik. Gemeinde Schleswig auf den Weg nach Sierra Leone, Westafrika.




Die im Jahr 2023 eröffnete inklusive Secondary School in Makeni befindet sich noch im Aufbau und war eines unserer wichtigsten Ziele.
12 Lehrkräfte der Schule unterrichten insgesamt 83 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 12, davon sind 15 Schülerinnen und Schüler blind oder stark sehgeschädigt.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass diese Schule die Bedürfnisse der Menschen vor Ort aufgreift und versucht, nach besten Möglichkeiten abzudecken.
Die inklusive Beschulung von sehenden und nicht-sehenden Schülerinnen und Schülern funktioniert und hat gleichzeitig mit den auch in unserem Land bestehenden Herausforderungen zu kämpfen.
Eines unserer Anliegen war es, an dieser Stelle zu unterstützen.
So boten wir Workshops an, in denen sich alle sehenden Schülerinnen und Schüler in die Lage von blinden Schülerinnen und Schüler hineinversetzen konnten.
Damit wurden Verständnis und Wahrnehmung geschärft und einer
gelingenden Inklusion Wege geöffnet.
Aber auch die gehandicapten Schülerinnen und Schüler erfuhren viel Unterstützung von unserem Team
– sei es in der Schulung an Braille-Maschinen und Voice-Recordern oder im White-Cane-Mobilitätstraining (Blindenstock).
In der angrenzenden Primaryschool (Jahrgänge 1 bis 6) “Bombali School for the Blind” hatten wir die Möglichkeit, in einem Workshop die überwiegend blinden Lehrkräfte mit Ideen und Material für den mathematischen Anfangsunterricht zu versorgen.

für Lehrkräfte

Die “Prince of Peace” – Baptist Church ist als Investorin für soziale Projekte, Berufsorientierung und Bildungseinrichtungen wichtig für die Stadt Makeni. Sie ist u. a. Trägerin der Dörfergemeinschaftsschule in Makatech, die weit abgelegen in der angrenzenden Provinz liegt.
Hier sorgen viele Spendengelder für die Finanzierung der Lehrergehälter dieser Schule, die immer noch um staatliche Anerkennung kämpft.
Nach einer abenteuerlichen Fahrt über Land erreichten wir für einen Besuch die Schule, in der Kinder und Jugendliche aus insgesamt sieben Dörfern unterrichtet werden.
Neben dem herzlichen Empfang und der feierlichen Enthüllung eines offiziellen Schildes und einer von Musik und offiziellen Grußworten begleiteten Zeremonie konnten wir sowohl Lernmaterialien und Geschenke verteilen und uns gleichzeitig einen guten Eindruck über die Fortschritte verschaffen.
Diese zeigten sich u. a. in den bemerkenswerten Leistungen der Schülerinnen und Schüler bei regionalen Prüfungen, aber auch durch ein Agrarprojekt auf dem Land hinter der Schule.
Es kam deutlich zum Ausdruck, dass die Investition in Bildung – besonders für die entlegenen Gebiete – unfassbar wertvoll ist und den Menschen Zukunftsperspektiven bietet.



Der Trinkwasserbrunnen war bei unserem Besuch noch verschmutzt, wird jedoch nun mithilfe von Spendengeldern wieder gangbar gemacht!
Die Lehrkräfte der Schule schlafen während der Schulwoche in den Klassenräumen, da es derzeit noch keine Wohnmöglichkeit für sie vor Ort gibt. Ein großer Wunsch wäre es, dies zu ändern.
Es gibt bereits konkrete Pläne für einfache Wohnungen, die sowohl die Lehrkräfte als auch ihre Familien beherbergen könnten.
Dies würde auch dazu führen, dass sich die Schule mehr und mehr zu einem Zentrum für die Dörfergemeinschaft entwickeln könnte.
An dieser Stelle werden dringend weitere Spenden benötigt.
Wir konnten uns bei unserem Besuch überzeugen, dass Ihre von der PoP-Baptist Church verwalteten Spendengelder klug, nachvollziehbar und nachhaltig eingesetzt wurden.

